ZUR ENTSTEHUNGSGESCHICHTE DIESES ALBUMS

Vor mehr als fünfzehn Jahren entdeckte ich in der kantabrischen Ortschaft Noja Paddel-Tennis. Seit diesem Moment und immer wenn es meine verflixte Sehnenscheidenentzündung zulässt, fröne ich dieser mitreissenden und gleichzeitig dankbaren Sportart.

Vor rund drei Jahren spielte ich normalerweise mit diesen Kollegen zusammen: Jon Lasuen el moña“ („ dem Rausch“) oder „el Manati del Caribe“ („der Seekuh der Karibik“), Lucio, Mikel und Jon „sos“. Mit diesen Spielpartnern entdeckte ich bis zu welchem Grad einen dieser Sport süchtig machen kann. Sei es bei Wind, Sonne, Wasser oder Schnee es zog uns auf den Platz. Im Spass pflegte ich ihnen zu sagen, dass wir an „Paddelitis“ leiden würden und ich dachte, dass ich mit diesem Phänomen etwas anfangen sollte. Ich machte mich daran, und das Resultat ist mein zehntes Album. Eine sehr spezielle Schallplatte, die ich Jon Lasuen widme, da er sich nicht mehr unter uns befindet, aber er lebt bei jedem Spiel in unseren Gedanken weiter.

Die schwierigste Arbeit war, Texte zu schreiben, denen es nicht an einem gewissen Kitsch fehlte und die allen Liebhabern des Paddels die Gefühle und Emotionen vermittelten, die sie beim Ausüben dieser Sportart erleben. Die Texte sollten treffend und ansprechend sein, als hätte sie der Zuhörer selbst geschrieben.

Ich zählte Eigentümlichkeiten auf und schrieb für jeden Text ein Thema. Den ersten Text, den ich schrieb war: „Wen du es einmal ausprobierst, wiederholst du“. Er floss mit einer äussersten Leichtigkeit aufs Papier, und jeder Vers führte mich zum nächsten, es war, als würde ich lesen anstatt schreiben. Schon im August hatte ich praktisch alle Texte geschrieben, einige humorvoll, andere anzüglich, lustig, anregend, satirisch, … ich hatte es geschafft, nicht einem Monothema zu verfallen und über Paddel als gesellschaftliches Phänomen zu sprechen und umgekehrt Paddel als Anlass zu nehmen, um über die Gesellschaft zu philosophieren.

Die Musik sollte für jedes Publikum geeignet sein, eingängig und einladend zum Mitsingen, kommerziell und direkt. Die beste gestalterische, stilistische Form das Album einzuspielen war, auf einer Pop-Rock Welle, mit Melodien aus südlichen Gefilden und einer Prise Flamenco, eine musikalische Welt weit entfernt von meinen Bahnen, aber äusserst attraktiv. Die zwei Arrangeure, mit denen ich zusammenarbeitete, verstanden mein Konzept perfekt, was sich schliesslich im Endresultat widerspiegelt.

Bei einer Arbeit mit diesen Merkmalen durften natürlich die wahren Hauptdarsteller nicht fehlen: die Paddelspieler und Spielerinnen, die ihre Partien so richtig geniessen. Aus diesem Grund dachte ich bei der Interpretation von „Mein geliebtes Argentinien“ an sie, ein Stück geschrieben mit Redewendungen über die Seele.
Ausserdem wollte ich auch die Vertreter der verschiedenen gesellschaftlichen, sozialen Schichten einbeziehen, die schliesslich die Paddelgemeinde bilden.

Ich wollte auch ein Lied für Kinder machen, die die Zukunft des Paddels darstellen, die Schulen, die Erziehung und die Sportlichkeit, das Vergnügen, aber schliesslich entschloss ich mich, dass ein Kinderchor den Refrain von „Wen du es einmal ausprobierst, wiederholst du“ singen sollte. Es war eines der Lieder, das ihnen am besten gefallen hat. Sie stellen die Zukunft dar.

Für mich war dieses Album eine Herausforderung, durch die Eigentümlichkeit der Thematik. Eine Herausforderung die mich als Texter und Komponist wachsen liess.
Jetzt bleibt mir nur zu hoffen, dass es Euch gefällt und Ihr Spass daran habt.

Danke.